Eifersucht und Kontrolle – Tod jeder Beziehung?

Haben Sie schon mal das Handy von Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin durchsucht? Wenn ja, was hat Sie dazu veranlasst, das zu tun? Hat er oder sie sich eigenartig verhalten?

Sind Sie fündig geworden?

Ja/Nein/Weiss nicht/ Warum? Ist es Ihnen danach besser gegangen?

Egal, was für Befürchtungen oder Vermutungen Sie haben, stöbern Sie nicht in den Sachen Ihrer Partnerin bzw. Partner. Es wirkt sich auf Ihre Beziehung aus und Sie werden um so mehr misstrauisch, weil Sie dann unbedingt etwas finden wollen.

Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt, sprechen Sie gemeinsam darüber. Aber bitte ohne Vorwürfe, denn sonst macht die andere Seite dicht. Sagen Sie einfach, dass Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht in Ordnung ist und dass es Ihnen damit nicht gut geht.

Mit der Eifersucht und folglich dann der Kontrolle, ist das so eine Sache

Ich kenne einige Frauen, die es furchtbar finden, wenn Ihr Mann übers Wochenende mal mit ein paar Freunden wegfährt. Da heisst es nur noch „Du fährst ja nur weg, um dich total zu besaufen und andere Frauen abzuschleppen!“ Und „OK, wenn du schon wegfahren musst und mich hier alleine lässt, dann ruf mich zumindest jeden Tag an um zu sehen, dass es dir gut geht und dass ich dich höre!“

Ehrlich, würde Sie das nicht auch nerven und wahrscheinlich noch mehr dazu bewegen, sich bis zur Bewusstlosigkeit zu betrinken und wahrscheinlich auch mit unkomplizierteren und lustigen Frauen zu flirten (von mehr spreche ich jetzt gar nicht).

Bestes Beispiel dazu:

Zu unserem Jahrestag schenkte ich meinem Freund eine Reise. Es war keine Reise für uns beide sondern die Teilnahme einer Männerrunde mit ca. 30 Männern – Reiseziel Mallorca. Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch nicht so lange zusammen und er wäre der Einzige gewesen, der nicht mitgeflogen wäre. Für viele mag das eigenartig sein aber für mich war es stimmig und ich hatte unheimliche Freude daran, ihn damit zu überraschen.

Somit habe ich mich kurzer Hand entschieden, ihm diese Reise zu schenken, weil ich wusste, dass es ihm riesigen Spass machen würde. Jahrestag war ca. 1 Woche vorm Abflug und das Geschenk überreichte ich ihm in einem kleinen Körbchen mit allem was man auf Mallorca brauchen könnte, inkl. Flug-Ticket. Ich zähle den Inhalt jetzt nicht auf, das wäre zu persönlich ;)).

Ich überreichte ihm also den besagten Korb mit dem Satz „Alles Gute zum Jahrestag mein Schatz und viel Spass mit den Typen. Ach ja und bevor ich es vergesse, ruf mich ja nicht an. Ich will, dass du an diesem Wochenende einfach nur Spass hast ohne dich verpflichtet zu fühlen, dich zwischendurch melden zu müssen. Das interessiert mich Nüsse. Wir hören bzw. sehen uns am Sonntag, wenn ich dich vom Flughafen abhole“. Gleichzeitig kam dann von ihm –

„Und was machst du in der Zwischenzeit?“

Die anderen mussten täglich ihre Frauen bzw. Freundinnen anrufen um sich folgendes anzuhören – „Na super, du klingst ja furchtbar. Du kannst ja nicht mal ordentlich reden. Bist du noch immer oder schon wieder betrunken? Was habt ihr den gestern getan? Warst du lange unterwegs?“ – Also, mich würde das unheimlich nerven!

Im Nachhinein hab ich dann erfahren, dass einige Frauen der Mitreisenden sauer auf mich waren, weil die Männer so ein lockeres Verhalten nicht kannten und offensichtlich daheim davon erzählten.

Dazu kann ich nur sagen, nicht mein Problem und ich hab das auch sicher nicht getan um den Frauen eines auszuwischen oder irgendjemanden etwas zu beweisen. Mein Freund hatte Spass und konnte entspannt „sein“ Männerwochenende genießen und das war der Grundgedanke ihm das zu schenken. Ich würde es immer wieder tun 😉

Einander Vertrauen und sich die nötigen Freiheiten geben

Ich muss bzw. will mir auch bis heute ( mittlerweile sind wir fast 8 Jahre zusammen) keine Gedanken machen, ob er mich bei einem Männerwochenende betrügen könnte oder nicht. So etwas kann immer passieren, dazu muss man nicht wegfahren.

Wir lassen uns gegenseitig unsere Freiheiten und keiner muss den anderen um Erlaubnis fragen, etwas tun zu „dürfen“.

Schließlich sind wir erwachsene und vor allem mündige Menschen.

Wichtig ist, dass man sich liebt und immer offen und ehrlich miteinander spricht, das festigt die Vertrauensbasis.

Wenn das nicht gegeben ist, sollte man sich vielleicht die Frage stellen, ob es der oder die richtige PartnerIn ist.

 

 

Bildquelle: fotolia.com – Urheber:Garrincha

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